Fette: Gute und Schlechte

Fette wurden in der Vergangenheit in einem schlechten Licht dargestellt. Wer abnehmen wollte, dem wurde geraten, dass er kein Fett zu sich nehmen sollte. Jedoch ist auch bekannt, dass im Mittelmeerraum fettreich gegessen wird und sich die Menschen bester Gesundheit erfreuen.

Fett wird beispielsweise benötigt um die Vitamine D, E, K und A aufnehmen und verarbeiten zu können. Öle und Fette sind lebenswichtig und für einen optimalen Stoffwechsel unersetzlich.

Fett ist nicht grundsätzlich schlecht, es muss aber zwischen guten und schlechten Fetten unterschieden werden.
Du wirst sicherlich schon wissen, dass deinem Körper das Fett der Käsepizza weniger Nährstoffe bringt als das Fett in einer Avocado. Was ist also der Unterschied? Jedes Fett enthält Fettsäuren. Sie unterscheiden sich in ihrer molekularen Struktur.

Es gibt vier verschiedene Arten:

    • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Nüsse, Fisch, Sonnenblumenöl, Olivenöl)

    • Einfach ungesättigte Fettsäuren (Fisch, Avocado)

    • Gesättigte Fettsäuren (Butter, Palmöl, Fzzleisch, Milch)

    • Transfette (Margarine, Pommes, Industriegebäck, TK Pizza)

Transfette sind Fette, die in ihrer Ursprungsform flüssig sind und künstlich stabilisiert werden, damit sie bei Zimmertemperatur im festen Zustand bleiben und eine längere Haltbarkeit bekommen. Diese Fette gelten als besonders schädlich und sollten gemieden werden. Dr. Johanna Budwig hat bereits in den 50er Jahren die Schädlichekeit von Transfetten nachgewiesen.

Gesättigte Fettsäuren führen in großen Mengen zu negativen gesundheitlichen Folgen für Herz und Gefäße. Das haben unzählige Studien gezeigt. Auch in Blue Zones beinhaltet der Speiseplan ungesättigte Fette, während gesättigte Fettsäuren kaum vorkommen.

Ungesättigte Fettsäuren findest du beispielsweise in Olivenöl. Eine der bekanntesten Studien, die PREDIMED Studie, konnte nachweisen, dass die Einnahme von täglich 5 Esslöffeln (ca. 50ml) das Risiko an Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Brustkrebs zu erkranken erheblich gesenkt wurde. Zudem wird das Immunsystem beruhigt, die Hautalterung wird verlangsamt und sogar die Lebenszeit kann verlängert werden.

Olivenöl beinhaltet sekundäre Pflanzenstoffe, die eine Zellreinigung, wie beim Fasten, anregen können.

Schmeckt dir Olivenöl nicht? Dann kannst du zu Rapsöl greifen. Eine weiter gute Quelle sind Nüsse. Dein Körper wird sich besonders über mehrfach ungesättigte Fette freuen. Dazu zählen die Omega-3-Fette.

Sie sind vorhanden in:

    • Walnüssen

    • Leinsamen

    • Chiasamen

    • Algen

    • Hanfsamen

    • Lachs

    • Forellen

Es gab zeitweise einen richtigen Hype um das Omega-3 Öl. Es beruhigt Entzündungen, hilft bei Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann auch beim Abnehmen unterstützen. Die ersten beiden Fette helfen beim Muskelaufbau und halten die Zellwände geschmeidig.

Es gilt, dass pflanzliche Fette gesünder sind als tierische. Beispielsweise hat Fisch durch einen hohen Omega-3 Anteil viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, jedoch ist der Verzehr von Fisch zweifelhaft. Das ist unter anderem mit der Verschmutzung des Meeres begründet.

Eine Analyse aus dem Jahr 2013 von 16.000 Ernährungsstudien in Schweden hat ergeben, dass eine eher fetteiche und Kohlenhydratarme Ernährung zu bevorzugen ist.

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